Die letzten Wochen war ich auf einem Roadtrip durch Polen. Leider war die mitgeführte Peltier-Kühlbox sehr hungrig und der 1kWh Akku war – sofern wir nicht viel gefahren sind – doch schnell leer.
Gleichzeitig gehen immer mehr Campingplätze zu einer Tagespauschale für Strom über, die inzwischen durchaus bis 7€ betragen kann. Für meinen Bedarf von max. 1kWh/Tag (inzwischen noch deutlich weniger durch Kompressor Kühlschrank) zumindest ärgerlich.
Ich hatte es in der Vergangenheit schon mit billigen China-Adaptern auf Schukosteckdose versucht, die Batterie unterwegs an E-Auto AC Ladepunkten aufzuladen. Einen Wechselrichter mit Ladegerät hatte ich mir irgendwann eingebaut. Da die China Adapter aber immer mal nicht funktioniert haben, vor allem dann, wenn man wirklich mal neben einer Ladesäule parken konnte, musste etwas her, was funktioniert.
Eigentlich ist die Kommunikation einer Ladesäule mit einem E-Auto (zumindest bei AC Laden) genial simpel: Es gibt einen festen Widerstand, der den maximalen Ladestrom definiert (Schutz des Kabels) und anschließend ein Signal, was die Ladebereitschaft signalisiert, wird dieses wieder inaktiv, endet der Ladevorgang und die Verriegelung des Steckers wird aufgehoben.
Da ich wenig Lust hatte, viel Geld auszugeben, andererseits eine funktionierende Lösung haben wollte, bin ich im Netz auf eine Lösung gestoßen: Ein kleiner Bausatz zum Nachrüsten eines Ladesteckers, den passenden Stecker gab es im betreffenden Shop gleich mit. Ein Stück passendes Kabel und eine passende CEE Dose dazu, fertig war der Adapter.
Ala Funkamateur kann man das ja wirklich selbst bauen, ansonsten gibt’s so etwas (leider nur auf Schuko, sodass man einen weiteren Adapter braucht, den dann jemand einfach abziehen könnte) auch fertig.
Ab jetzt ist das Laden unterwegs nur noch eine Frage, entweder lange zu fahren (damit der Ladebooster seinen Job macht) oder einen passenden AC-Ladepunkt zu finden.
Während des Ladevorgangs ist der CEE Adapter an der Ladesäule verriegelt, mein CEE Kabel ist zumindest einseitig unter der geschlossenen Motorhaube fixiert, sodass beidseitig ein rudimentärer Diebstahlschutz da ist.
Auch E-Bike Akkus oder elektrische Mopeds sind auf diese Weise einfach unterwegs aufzuladen.

