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Jun 3rd, 2021 Comments: 1

120 Jahre Marconi-Patent oder Morsen im Amateurfunk

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Plurk
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Am 2. Juni 1896, vor mittlerweile 120 Jahren meldete der Pionier der Funktechnik Guglielmo Marconi sein Patent zur drahtlosen Telegrafie an.

https://www.deutschlandfunk.de/vor-125-jahren-beantragt-guglielmo-marconi-und-sein-patent.871.de.html?dram:article_id=498074

Dies kann man als Geburtsstunde der drahtlosen Morsetelegrafie bezeichnen. Viele wichtige Sachen haben aber mehrere Väter. Die Morsecodierung ist bereits aus der drahtgebundenen Telegrafie (“dem Übertragen von Telegrammen”) bekannt. Samuel Morse und sein Mitarbeiter Alfred Vail haben diesen Klopfcode erfunden. Auch wenn die heutige Kodierung noch immer den Namen “Morse” trägt, geht das immer noch verwendete Morsealphabet auf einen deutschen Telegrafisten zurück: Friedrich Clemens Gerke haben wir seit 1865 den heute noch genutzten Code zu verdanken.

Morsen wird im Amateurfunk üblicherweise CW (continuous wave modulation) genannt und spielt nach wie vor eine große Rolle. Diese Betriebsart erlaubt es mit minimalen technischen Aufwand (sowohl hinsichtlich der Sendeleistung als auch der Komplexität der Funkgeräte) eine maximale Reichweite zu erzielen. Erst langsam kommen digitale Verfahren in den Bereich, das mit entsprechenden Aufwand und diversen Nachteilen (langsam, begrenzter Informationsaustausch) zu überbieten.

Aber was Morsetelegrafie noch so reizvoll macht: Nicht die Technik macht die Verbindung, sondern der Operator. Das Geschick und Können des Funkers ist sehr entscheidend. Auch hier zählt: Übung macht den Meister und wenn man was erreichen will, muss man kräftig trainieren. Im Übrigen ist Morsen auch eine sehr ästhetisch musikalische Angelegenheit. Das ist ein wenig, wie wenn man mit seinem Funkpartner zusammen ein Lied singt.

Der Pokal zum aktivsten Telegrafisten Thüringens

Aber nun zum Verein, das ist ja ein Blog der Ilmenauer Funkamateure. Wir haben im Verein den aktivsten Telegrafisten Thüringens. Mit anderen Worten, unser Roland “Ron” Stange, DL4ME, hat seit Jahren mit Abstand die meisten Telegrafieverbindungen unter den Funkamateuren in Thüringen, wo eine entsprechende Statistik geführt wird.

Ron, DL4ME, nach der Verleihung des Pokals

Um den Bogen zu Marconi zu spannen, Ron hat seine erste Telegrafieverbindung 1958 gemacht, das wäre so kurz nach dem 60. Jubiläum von Marconis Patent. Und das schönste, es gibt ein Bild davon:

Ron bei seiner ersten Telegrafieverbindung 1958, damals in Zella-Mehlis

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Comments

( 1 )
  1. […] unseren Ron, DL4ME, haben wir aber eine Geheimwaffe. Er ist nicht nur derjenige mit den meisten Telegrafieverbindungen in Thüringen, er nimmt natürlich auch mit großem Erfolg an KW-Contesten teil. So hat er letztes […]

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